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Kuba – ganz anders, USA – ganz vielfältig

Ein neuer Kinofilm über Kuba, im Fernsehen Schwerpunkt USA und eine unglaubliche Geschichte aus Indien.

„Transit Havanna“ von David Abma hat in Leipzig Premiere und kommt am 3.11.2016 in die Kinos. Der Autor nähert sich dem kubanischen Alltag von einer ungewohnten Seite –  es geht um Menschen, die im falschen Körper leben. Und um die Frage, wie Kuba tickt, 50 Jahre nach der Revolution. Heike Heinrich hat diesen Film schon gesehen. David Abma bekam 2015 für seinen Film „Nach Wriezen“, seinen Abschlussfilm an der Filmuniversität Konrad Wolf, den Grimmepreis.

Nochmal hinweisen wollen wir auf „Haymatloz“, in dem die Filmemacherin Eren Önsöz die weitgehend unbekannte Geschichte des Exils deutscher Intellektueller erzählt, die in Nazideutschland vertrieben und in der Türkei gut aufgenommen worden waren.

Dokumentarischer Schwerpunkt im Fernsehen ist in dieser Woche die USA. In einer Vielzahl von Filmen werden sehr verschiedene kulturelle, soziale und politische Aspekte der USA sichtbar gemacht. Besonders zu verweisen wäre auf den WDR, der am Mittwoch, den 02.11.2016 zwei interessante Arbeiten vorlegt. In „Hillary Clinton – erste Präsidentin der USA?“ porträtiert der belgische Filmemacher William Karel die Präsidentschaftskandidatin. (22.10-22.55) Karel ist mehrpreis preisgekrönter Dokumentarist, bekam unter anderem auch den Grimmepreis. Die Geschichte der politischen und militärischen Macht der USA erzählen Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis in „Die US-Präsidenten und der Krieg“. Die beiden Autoren sind USA-Kenner und haben schon mehrfach zusammengearbeitet. Sie waren u.a. 2005 mit einem Film über Martin Luther King für den Grimme-Preis nominiert.

Arte zeigt am vormittag des 4.11. eine Wiederholung des britischen Mehrteilers über die Ära Obama – sehr obamafreundlich, aber auch sehr informativ und gut recherchiert. Und die ARD schlägt am Sonntag, den 06.11. mit einer spätabendlichen „langen US-Nacht“ zu, vier Stunden lang, verantworlich Sonia Seymour Mikich und Andreas Czichowicz. ( ARD, 23.35-03.45)

Aus den Wiederholungsschleifen herausgefischt hat wolfsiehtfern den schon häufig gezeigten Film „Der Banker – Master of the Universe“ (HR, Do 03.11.2016, 23.45-01.15). Vielleicht in diesem Fall noch einmal besonders interessant, weil am Abend zuvor, aber zu bester Sendezeit der neue Film von Marc Bauder in der ARD läuft, „Dead Man Working“, diesmal ein Spielfilm, der aber wieder im Inneren und der Innenwelt der Masters of Universe spielt. (ARD, 02.11.2016, 20.15-21.45)

Und dann noch, selten zu sehen gewesen, „Marathon Boy“ der britischen Autorin Gemma Atwal , nachts im HR, eine unglaubliche Geschichte über einen sehr jungen Marathonläufer.

In den Mediatheken noch zugänglich ist „Der Hannover-Komplex“ und „Akte D“ – diese Reihe läuft auch in mehreren Schleifen zu unterschiedlichen Zeiten in den Sendern Phoenix und ARD alpha.

Das Interview mit dem Filmemacher Jean Bouè und der längere Text zur Lage des Dokumentarfilms bleiben auch noch ein wenig auf der Seite stehen und dann im Archiv verschwinden (wo sie selbstverständlich auch weiterhin zu finden sind). Überhaupt Archiv: inzwischen finden sich dort etwa 400 Texte zu Dokumentarfilmen, Kritiken meist, auch einige Aufsätze und Interviews.

Und was sonst noch läuft findet sich, wie immer ohne Wertung, in der Rubrik „Was sonst noch läuft“.

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