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Im Übrigen bin ich der Meinung dass…

… man solche Gelegenheit nicht ungenutzt vorüber gehen lassen darf. Wolfsiehtfern muss zwei Monate lang pausieren, eine lädierte Hüfte, Klinik, OP und Reha. Und Zeit, darüber nachzudenken, wie es mit dem Blog weitergehen kann.

Denn Nachdenken ist nötig. Seit zweieinhalb Jahren gibt es wolfsiehtfern nunmehr. Der Blog wird von mir fast im Alleingang jede Woche neu bespielt. Über 400 Beiträge, Kritiken, Texte, Interviews sind seither erschienen. Sie sind alle im Archiv zugänglich. Das ist auch ein kleiner Beitrag zur jüngeren Geschichte und zum gegenwärtigen Stand des Dokumentarfilms in Deutschland, inzwischen.

Aber inzwischen herrscht auch Routine, fast zwangsläufig. Immer ist das Hemd zu kurz, immer fehlt dieser oder jener Film, den zu würdigen oder zu kritisieren sich gelohnt hätte. Immer fehlt es an Zeit für Recherche, ja fürs Sichten und Schreiben. Immer wird der Blog grade so an der Grenze zum Möglichen bespielt, mehr auch nicht. Das engt ein und macht auch nicht glücklich.

Deshalb also eine kleine Denkpause. Aber die Denkrichtung ist klar.

Erstens: Mit Alleingang ist keine substantielle Verbesserung möglich. Ich werde mir Mitstreiter suchen. Dokumentarfilminfizierte. Leute, die die Öffentlich-Rechtlichen nicht nur annörgeln möchten. Netzaffine, die besser die sozialen Medien nutzen können. Geldaffine, die Ideen haben, wie man eine solche idealistische Kulturseite auch finanziell wenigstens auf eine halbwegs brauchbare materielle Basis stellen könnte.

Zweitens: die Idee bleibt, mit diesem Blog dazu beizutragen, den Dokumentarfilm an sein potentielles Publikum zu bringen. Aber vielleicht nicht mehr so passiv wie in den vergangenen Jahren, sondern mit Team- und Communitybildung.

Bitte rumerzählen. Ich freue mich auf Ideen, Vorschläge, Zuspruch. Und pflege erstmal meine Hüfte.

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