Permalink

0

Splitter aus Afghanistan, die Architektenfamilie Böhm und die letzten Gigolos

Die Gedenktage liegen hinter uns, der dokumentarische Alltag hat uns wieder. In dieser Woche sind einige Kinofilme zu annoncieren, darunter der neue Afghanistan-Film von Helga Reidemeister. Und zum ersten Mal druckt wolfsiehtfern eine Gastkritik. Heike Mund schreibt über „Die Böhms – Architektur einer Familie“.

Die Dokumentaristin Helga Reidemeister hat in der vergangenen Woche ihren neuen Film in die Kinos gebracht: „Splitter Afghanistan“ – einer der wichtigsten Filme der letzten Zeit. Und weil die Filmemacherin 75 wird, widmet 3Sat ihr eine klitzekleine nächtlichen Werkschau mit vier Filmen – z.B. ein vermutlich interessantes Wiedersehen mit ihrem Porträt von Rudi Dutschke.

Mit „Die letzten Gigolos“ befassen wir uns mit einem Film, der den Trend zum Fiktionalisieren im Dokumentarfilm fortsetzt. „Die Böhms – Architektur einer Familie“ schreibt ein Stück Kulturgeschichte mit und Marcel Wehn versucht mit „Ein Hells Angel – Unter Brüdern“ das öffentliche Bild der Rocker zu korrigieren.

Im Fernsehen sind diese Woche keine bahnbrechenden Neuerungen zu vermelden. Arte strahlt „In meinem syrischen Zimmer“ aus, einen Film von Hazem Alhamwi, über einen Künstler, der das syrische Drama darzustellen versucht (Arte, Di 02.02.2015 00.20-01.30 Uhr). Selten zu sehen, deshalb möglicherweise noch interessant „Yellow Cake. Die Lüge von der sauberen Energie“ von Joachim Tschirner, eine sehr gründliche Arbeit über einen wenig beachteten Aspekt der Kernenergie (rbb, Mi 03.02.20.2015, 23.45 – 01.35 Uhr).
„Verräterkinder“ über die Kinder der Widerständler nicht nur vom 14.Juli sondern auch der Roten Kapelle, ist jetzt schon häufig wieder aufgeführt worden – hier die Kritik. Das gilt auch für „Der Banker – Master of the Universe“, ein authentischer Innenblick in das Finanzgewerbe – hier die Kritik.

Kommentare sind geschlossen.